Entdecke die Aussichtspunkte von Silvaplana
Willkommen bei der zweiten Station von Silvaplana Explorer und hör die Geschichte von unserem Murmeltier Niculin.
Niculin macht sich mutig und entschlossen auf die grosse Suche. Seine Geschichte wird an den sechs Aussichtspunkten rund um Silvaplana erzählt. Mach dich auf und erlebe Niculin rund um Silvaplana.

Willst du wissen wie’s weitergeht? Gehe zum nächsten Aussichtspunkt, Murtèl. Dort findest du die Fortsetzung der Geschichte.
Der künstliche Wasserfall gegen Hochwasser
Schon gewusst, dass Surlej mehrere Male durch Hochwasser verwüstet worden ist? 1873 baute man deshalb einen 80 m langen Felstunnel mit einem Durchmesser von 3 m, um den Bach Ova da Surlej durch einen künstlichen Tunnel zum Wasserfall zu leiten. Der Wasserfall wird auch «Ova dal Tunnel» (was Wasser des Tunnels bedeutet) oder «Ova da Surlej» (was Wasser von Surlej bedeutet) genannt.
Mehrheitlich sind historische Funde im Unterengadin gemacht worden. Das lässt darauf schliessen, dass das Engadin über das Nord- und Südtirol ins Unterengadin und dann immer weiter Tal aufwärts besiedelt wurde. So sind im Unterengadin erste Schriftzeichen auf Keramik und auf Hirschhornrücken gefunden worden. Im Frattawald von Silvaplana wurde noch 1910 ein Bronzebeil gefunden, dessen Aufbewahrungsort heute leider unbekannt ist.
In der Zeit vor 930 sind in Rätien verschiedene Veränderungen politischer Art vorgekommen. Die Besitzverhältnisse der einzelnen Landesteile sind nicht eindeutig definierbar. Somit ist nicht einwandfrei feststellbar, wann das Engadin seine heutige Form und Grösse erhalten hat.
1786 bestand Surlej aus einigen kleinen Bauernbetrieben mit insgesamt zirka zwölf Haushaltungen und mit einer anwesenden Bevölkerung von 40 Personen. Am 30. Juni 1793 wurde der Weiler von der grössten Naturkatastrophe für Surlej heimgesucht. Einige Tage vorher war im Gebiet «Margun vegl» ein Stück des Corvatschgletschers abgebrochen und staute den normalen Wasserfluss des Surlejbaches. Der immer grösser werdende Wasserdruck verursachte einen plötzlichen Ausbruch des Wassers. Eine Lawine aus Wasser, Schutt, Geröll und Schlamm wälzte sich über die Siedlung. Die späteren Ausgrabungen förderten weder Funde von menschlichen oder tierischen Überresten noch von irgendwelchen Geräten zutage. Die damaligen Dorfbewohner waren sich der vom Berg drohenden Gefahr bewusst und verliessen rechtzeitig mit Hab und Gut den Weiler. Nach aussagen des damaligen Zeitzeugen waren keine Menschenleben zu beklagen.
Quelle: Arturo Reich, SILVAPLANA – Chronik einer Gemeinde